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      Mit meiner Homepage lade ich Euch ein zu einer Reise durch das Reich der visuellen Sinne

      
Naturfotografie

Vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos bin ich fasziniert und versuche mit der geeignete Fototechnik Dinge und Wesen einzufangen, die man mit den bloßen Augen nicht sieht. Aber auch Tiere in Aktion, wie z.B. die Geburt einer Blattlaus, Vögel im Flug und Libellen bei der Paarung, fotografiere ich gerne.
Blüten, Blätter und Bäume sind gleichfalls meine Lieblingsmotive.


Kreativer Bildgestaltung auf Basis von Fotografie

Wassertropfen fotografiert mit einer besonderen Kamera- und Beleuchtungstechnik bilden wundervolle Skulpturen.
Kurzzeit- und Langzeitbelichtungen sowie Filtertechnik sind wesentliche Aspekte.
Die Bildbearbeitung spielt zwar auch eine wichtige Rolle aber es muss kein Fuschen mit KI sein.


Menschen fotografieren

Wenn ich die Gelegenheit habe, mache ich sehr gerne Portrait- Gruppen- und Actionfotos.
Dabei beachte ich das Recht am eigenen Bild bei der Veröffentlichung von Personenfotos gemäß DSGVO.

KI in der Bildbearbeitung nutze ich meistens nur um z. B. einen störenden Hintergrund in einem Bild zu entfernen.
Bilder entstehen im Kopf

Wie es begann
      
Vor sechs Jahrzehnten begann ich mit der Fotografie. Als damals Sechsjähriger schenkte mir meine Mutter eine billige Rollfilmkamera aus Plastik. Mit der Diana-F konnte man nicht wild drauf los knipsen. Nachdem man den 120er Rollfim in die Kamera gefummelt hatte konnte man auf Motiv-suche gehen. Dafür hatte die Diana-F ein Fensterchen zum durchschauen und anvisieren. Das einlinsige Fixfokusobjektiv und der Hebel für die Wetterwahl (Lochblende) machte die Einstellung einfach. Mit dem Transportrad den Film auf die erste Position rollen, das Motiv anvisieren und den Auslöser drücken. Nach 12 Aufnahmen war der Film am Ende. Der belichtete Film musste zur Entwicklung in ein Fotolabor gebracht werden. Nach ca. 1- 2 Wochen konnte man den Negativfilm und 12 Abzüge (Papierbilder)abholen. Das war immer eine große Überraschung ob die Bilder was geworden sind.
Als ich mein erstes eigene Geld verdiente kaufte ich mir ein Praktica B 200, eine halbautomatische Spiegelreflexkamera. Damit begann für mich die bewusste Fotografie.
Alleine oder mit Freunden ging ich in Westberliner Strassen auf Motiv-suche. Alles war interessant, Häuser, Strassen, Menschen, Schaufensterpuppen und selbstverständlich auch die Berliner Mauer.
Die Farbfilme und Bildentwicklung waren damals noch recht teuer, und die Qualität ließ zu wünschen übrig.
So kam ich mehr und mehr zur Schwarzweißfotografie.
Ich baute mir ein einfaches kleines Entwicklungslabor, in dem ich von der Filmentwicklung bis zum fertigen Schwarzweißfoto alles selber machen konnte.
Hierbei entdeckte ich auch meine Kreativität und Möglichkeiten der Bildgestaltung.
Beim Fotografieren waren für mich zwei Dinge wichtig, das richtige Sehen des Motivs und die ausdrucksvolle Umsetzung.
Bei der Motivwahl bedarf es für mich oftmals keiner aufwändige Planung und Vorbereitung. Ich versuche vielmehr mit offenen Sinnen und einer einsatzbereiten Kamera durch den normalen Alltag zu gehen. Selbst in der unmittelbaren Umgebung wie zum Beispiel dem Garten gibt es so viele phantastischer Dinge zu entdecken.
Im Jahr 2000 kaufte ich mir die erste Digitalkamera, eine Casio QV-3000EX und damit begann für mich eine neue Ära der Photographie und Bildgestaltung.
der Hype
Schwarz-Weiß-Fotografie
      
Schwarzweißfotografie heute und damals.
So einfach geht es heute:
In der Kamera den Modus Schwarzweiß aktivieren eine Bild schießen, Speicherkarte in den Kartenleser stecken und das fertige Schwarzweißbild auf den PC laden. Genauso einfach geht es aber auch mit Farbbildern, die sich bereits auf dem PC befinden. Jede Bildbearbeitungssoftware biete Funktionen um ein Farbbild zu entsättigen oder mit wenigen Mausklicks in ein Graustufenbild zu konvertieren.
Vor Beginn des Zeitalters der digitalen Bild- Erfassung und Bearbeitung war es eine aufwendige Prozedur. Nur wenn man als Fotograf alle Schritte von der Aufnahme über die Filmentwicklung bis zum fertigen Abzug (Foto) in eigenen Händen hatte, konnte man eine kreative Bildgestaltung realisieren.  
Es begann mit der Auswahl des geeigneten Filmmaterials. Entsprechend der Belichtungsverhältnisse wählte man einen Film mit niedriger oder hoher Lichtempfindlichkeit.
Ähnlich wie es heute bei Digitalkameras mit der ISO-Einstellung der Fall ist führte ein hohen Lichtempfindlich zu einer schlechteren Bildqualität. Was bei einem Fotosensor die Pixel sind war bei einem Film die Korngröße und -dichte.
Ich habe meistens einen Ilford FP4 mit 125 ASA oder einen HP4 mit 400ASA Kleinbildfilm verwendet.
Durch den Einsatz von Farbfiltern lässt sich die Luminanz der Graustufen stark beeinflussen.
Solche Resultate erreicht man heute durch den Einsatz von Softwarefiltern, die man nachträglich auf ein RGB-Bild bei der S/W-Konvertierung anwendet.
Früher hat man nur die Möglichkeit beim Fotografieren einen Filter (Glasfilter) einzusetzen.
Das Resultat sah man erst viel später und der Effekt war nicht reversibel.
Jedes Bild entstand mehr oder minder auf gut Glück. Den Bildausschnitt und Fokus konnte man durch den Sucher ungefähr bestimmen und die Belichtungsparameter nach Erfahrung einstellen. Meine erste SLR hatte allerdings schon einen einfachen Nachführ-Belichtungsmesser.
Bei Kunstlicht und besonders bei Blitzlicht war es schon schwieriger. Es gab keine intelligente Blitzsteuerung und -messung. Hier war man auf Berechnungen und Experimente angewiesen.
Bei den besseren Blitzgeräte gab es dafür immer eine Skala wo man unter Einbeziehung der Blitzleistung, Entfernung und Filmempfindlichkeit eine geeignete Blende ermitteln konnte.
Selbstportrait waren mit einem mechanischen Selbstauslöser, der entweder bereits in die Kamera integriert war oder am Auslöseknopf angeschraubt wurde, einfach zu handhaben.
Die Filmentwicklung:
Ein Kleinbildfilm hatte in der Regel 36 Aufnahmen. Wenn der Film komplett Belichtet war wurde in der Kamera in seine Lichtschutzhülle zurück gespult. Die Filmkartusche konnte man nun bei Tageslicht entnehmen.
Den Filmstreifen muss man zur weiteren Bearbeiten der Kartusche entnehmen und in eine Entwicklerdose einlegen. Das geht aber nur bei absoluter Dunkelheit.
Ich hatte dafür einen Dunkelkammersack. Dieser wurde mit allen nötigen Werkzeugen, der Filmkartusche und der demontierten Entwicklerdose gefüllt und dann licht dicht verschlossen.
Über zwei schlauchförmige Eingriffe kann nun im Dunkelkammersack hantiert werden.
Von der Kartusche wird mit einem Flaschenöffner der Deckel entfernt und die Filmspule entnommen. Vorsichtig schiebt man den Filmstreifen in eine spiralförmige Halterung. Dabei sollte er nur am Rand angefasst werden damit die Filmbeschichtung frei von Kratzern und Fett bleibt.
Das Ende wird an der Spule abgeschnitten. Danach wird der Halter mit dem Film in die Entwicklerdose gesteckt und die Dose verschlossen. Jetzt kann die Entwicklerdose entnommen und mit der Entwicklung begonnen werden. Nach einem genauen Zeitplan werden nun diverse Chemikalien über spezielle Öffnungen eingefüllt und abgelassen.  Natürlich muss die Dose auch ständig bewegt werden um eine gleichmäßige Entwicklung zu erreichen.
Der fertige Schwarzweißfilm muss jetzt nur noch zum Trocknen aufgehängt werden. Danach wird er in 6 Stücke  a 6 Bildern geschnitten. Zum Schutz und zur Aufbewahrung werden die kurzen Filmstreifen in spezielle Klarsichtfolientasche geschoben. Diese dient auch gleichzeitig als Halterung für einen Kontaktabzug.
Die Dunkelkammerarbeit kann beginnen.
Man braucht einen Raum in dem kein Licht von außen dringt.
Nötig ist eine größere Stellfläche für den Vergrößerer, Timer, Wannen und diversen Werkzeuge.
Fotopapier, Filmstreifen und Werkzeuge sollten griffbereit und im Dunkeln gut zu finden sein.
Die Vorbereitung der Chemikalien wie Entwickler, Fixiere und ggf. Toner erfolgt vor der Verdunklung. Für einen Platz zum trocknen der Bilder muss gesorgt werden.
Ich hatte anfänglich das Badezimmer als Dunkelkammer genutzt. Mit einem lagen Brett auf der Badewanne ging das schon. Eine Dauerlösung war das aber nicht, da ich manchmal Stunden lang das Bad mit Toilette blockiert hatte und danach wieder alles wegräumen musste.
Sind alle Vorbereitungen getroffen und das Warnschild „ Eintritt verboten „ an der Tür angebracht kann der Raum verdunkelt werden. Nur die funzlige Dunkelkammerleuchte spendet etwas Licht damit man eine ungefähre Orientierung hat. Als erstes wird von allen entwickelten Negativfilmen ein Kontaktabzug erstellt. Dazu legt man die Klarsichtfolie mit den Negativstreifen direkt auf ein Fotopapier und belichtet für einige Sekunden. Vorher muss der Vergrößerer so eingestellt werden, dass er eine Fläche von ca. DIN A4 ausleuchtet. Der ausbelichtet Kontaktabzug wird nun entwickelt. Es entsteht eine Übersicht aller 36 Bilder in Größe der Negative. Das braucht man zur Bildbewertung und Auswahl. Nach getroffener Auswahl nimmt den entsprechende Filmstreifen und legt ihn den Vergrößerer das gewünschte Bild wird zentriert und auf die Bodenplatte projiziert.
Ein verstellbarer Rahmen, in dem später das Fotopapier eingelegt wird, hilft bei der Ausrichtung und Fokussierung. Mittel Höhenverstellung legt man die Bildgröße fest und fokussiert wird über ein  Objektiv. Wenn man den Vergrößerer zum Einstellen auf Dauerlicht hat muss man aufpassen das die schwarze Tüte mit dem Fotopapier gut verschlossen ist. Lichteinfall würde es unbrauchbar machen.
Bei ausgeschaltetem Belichter wird nun ein Blatt Fotopapier in den Rahmen gelegt. Eine mechanische Zeitschaltuhr steuert auf Knopfdruck die Belichtung entsprechend der vorgewählten Zeit. Auch hier braucht man wieder Erfahrung oder muss experimentieren. Da kann es schon vorkommen das man 5 Blätter Fotopapier versaut hat bis die Belichtungszeit stimmt. Leider sieht man das auch immer erst nach dem Entwickeln.
Kreative Möglichkeiten hat man durch mehrfach Belichtungen, Abwedeln oder Nachbelichten.
Es gab auch spezielle Toner die dem Bild z.B. ein Braun- oder Rotton verliehen haben.
Was heute simpel auf Knopfdruck geht war bei der klassischen Bildeinwicklung ein mühsames Verfahren, dessen Auswirkung man immer erst am Ende sah und nicht rückgängig machen konnte.
Ich bin froh über die fantastischen Möglichkeiten der moderne Bildgestaltung aber möchte meine Erfahrungen aus der Dunkelkammerzeit nicht missen. Wenn ich meine mehr als 40 Jahre alten Bilder anschaue sehe ich was ich noch alles dazu gelernt habe aber auch das kreative Bildgestaltung  nicht von den technischen Möglichkeiten abhängt.



Hiermit enstanden in den 80er Jahren meine Schwarzweißbilder
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           Michael Schwiede
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